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Bedarfsgegenstände

Aufbewahrungsbehälter

Unter dem Begriff Bedarfsgegenstände wird ein großer Bereich von Produkten verstanden, mit dem der Verbraucher in Kontakt kommt. Dazu zählen – nach § 4 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB) – unter anderem Spielzeug, Geschirr  und  Lebensmittelverpackungen.
Es darf von diesen Produkten bei bestimmungsgemäßer Nutzung keine gesundheitliche Gefährdung ausgehen.

Beispiele für Untersuchungen:

Besteck

Untersuchung der Metallabgabe (Migration) in essigsaurer Simulanzlösung analog “Amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 64 LFGB, B 80.03” (Chrom- und Nickellässigkeit).
Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, sind entsprechend LFGB § 2 Abs. 6 Nr.: 1 als Bedarfsgegenstände definiert.
Sie unterliegen nach § 30 Abs. 1 dem Verbot, „die Gesundheit durch Ihre stoffliche Zusammensetzung, insbesondere durch toxikologisch wirksame Stoffe oder durch Verunreinigungen zu schädigen“.
Für Erzeugnisse aus Edelstahl existieren zwar keine konkreten Vorschriften oder Richtwerte bezüglich der Metallabgabe, in der Literatur werden jedoch Richtwerte für „technologisch nicht zu vermeidende“ Metallabgaben von 0,45 mg/dm² für Chrom und 0,035 mg/dm² für Nickel vorgeschlagen.

Produkte die in direkten und längeren Kontakt mit der Haut kommen:

Bestimmung der Nickellässigkeit analog “Amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 64 LFGB, B 82.02-6”

Bunte Kinderspielwaren:

Prüfung auf Speichel- und Schweißechtheit analog
“Amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 64 LFGB, B 82.10-1“.

Kosmetika:

Bestimmung von Benzylalkohol in kosmetischen Mitteln nach  „§ 64 LFGB, B 84.00-21“ mittels HPLC.

Kosmetika:

Untersuchung auf Schwermetalle in kosmetischen Produkten wie z.B Lippenstift.
Nach Empfehlung des Bundesinstitutes für Risikobewertung sollten dabei folgende Grenzen eingehalten werden:
Arsen 5 mg/kg, Antimon 10 mg/kg, Blei 20 mg/kg, Cadmium 5 mg/kg und Quecksilber 1 mg/kg.

Lebensmittelverpackung und Twist-off-Verschlüsse (Schraubdeckel):

Weichmacher-Untersuchung von Diethylhexyladipat (DEHA) und Phthalsäurebis-(2-ethylhexyl)ester (DEHP).
Bei Verpackungen aus PVC wandern diese Weichmacher bei engem Kontakt leicht in das verpackte Lebensmittel. Diese Gefahr ist aufgrund der guten Fettlöslichkeit der Weichmacher besonders bei fetthaltigen Lebensmitteln groß.

Metalle in Kunststoffspielzeug:

Migration von Elementen (Antimon, Arsen, Barium, Blei, Cadmium, Chrom, Quecksilber, Selen) nach DIN EN 71-3.

Verbraucherprodukte

Seit dem 1.April 2008 müssen zur Vergabe des GS-Zeichens die Anforderungen der Ziff.4.1 des PAK-Dokumentes ZEK 01.2-08 eingehalten werden.

bedarfsgegendstandWir können Ihre Produkte entsprechend dieser Prüfanweisung auf PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) untersuchen

Die Verbindlichkeit der Prüfung auf PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) ist durch einen Beschluss des „Ausschusses für technische Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte (AtAV)“ vom 20.11.2007 gegeben.

Dies betrifft alle Produkte, die PAK enthalten können und bei bestimmungsgemäßer Anwendung angefasst werden sollen. Betroffen sind also z.B. Kunststoff- oder Gummigriffe von Werkzeugen, Haushaltsmaterialien und Geräte die auf Polymeren basieren oder mit Beschichtungen versehen wurden, die PAK enthalten können.

Zusätzlich zu der Untersuchung des PAK-Gehaltes können wir Ihnen – wenn gewünscht – auch noch die Untersuchung des Weichmachergehaltes (sechs verschiedene Phthalsäureester sowie Octyl- und Nonylphenol) anbieten. Einige grosse Handelsketten fordern diese Untersuchung grundsätzlich von ihren Lieferanten.