Stoffgruppen

Physikalische Kenngrößen

Umgang mit Flüssigkeiten

Die nachfolgenden physikalischen Parameter werden zur Charakterisierung von Substanzen oder auch Substanzgemischen eingesetzt.

  • Brechungsindex
    Die Brechzahl kennzeichnet die Richtungsänderung (Brechung) von Licht zwischen zwei Medien.
  • Flammpunkt (Abel-Pensky gemäß DIN 51755 oder nach Pensky-Martens)
    Der Flammpunkt ist definiert als die niedrigste Temperatur bei einem Luftdruck von 1013 h Pa, bei der sich aus einer Flüssigkeit Dämpfe in solchen Mengen entwickeln, dass sie mit der über dem Flüssigkeitsspiegel stehenden Luft ein durch Fremdzündung entflammbares Gemisch ergeben. Der Flammpunkt wird gekennzeichnet durch das erstmalige kurzzeitige Auftreten einer meist blauen Flamme, die sich über die Oberfläche der Flüssigkeit ausbreitet und erlischt, wenn die Zündquelle entfernt wird.
  • Dichte
    Die Dichte ist definiert als der Quotient aus der Masse einer Substanz ( m) und dessen Volumen (V) bei einer vorgegebenen Temperatur.
    Die Einheit der Dichte ist g/cm3 oder kg/m3 (1 kg/m3 = 0,001 g/cm3 )
  • Viskosität
    Die Viskosität ist ein wichtiges Maß für die Zähflüssigkeit von Flüssigkeiten z.B. von Ölen.
  • Schmelzpunkt
    Als Schmelzpunkt wird die Temperatur bezeichnet bei der eine feste Substanz in den flüssigen Aggregatzustand übergeht.
  • pH-Wert
    Der pH-Wert ist definiert als der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration.
    Der pH-Wert ist eine wichtige Größe für verschiedene Prozesse sowohl für die Wasseraufbereitung als auch für die Abwasserbehandlung. Insbesondere biologische Abläufe (z.B. Abbau organischer Fesstoffe bei der Schlammfaulung) sind nur in bestimmten pH-Wert-Bereichen möglich. Aber auch die Löslichkeit von anorganischen Stoffen und die Ausfällung (z.B. Flockung bei der Wasseraufbereitung) werden durch den pH-Wert beeinflußt. Auch für die korrosionschemische Beurteilung von Wasser und Abwasser ist der pH-Wert eine wesentliche Messgröße.
    Es bedeuten:
    pH = 7 : neutrale Reaktion;  pH < 7 : saure Reaktion;  pH > 7 : alkalische Reaktion
  • Leitfähigkeit
    Die elektrische Leitfähigkeit ist der reziproke Widerstand, gemessen an den entgegengesetzten Seiten eines Einheitskubus einer wässrigen Lösung mit bestimmten Ausmaßen unter speziellen Bedingungen. Für Untersuchungen der Wasserbeschaffenheit wird dies oft ausgedrückt als elektrische Leitfähigkeit und kann als ein Maß für die Konzentration ionisierbarer gelöster Stoffe (Ionen) in einer Probe verwendet werden.