Technik

Titrationen

Chemiker bei der Arbeit

Titrationen

Die Titration gehört neben der Gravimetrie zu den ältesten Methoden der quantitativen Analytik.
Folgende Titrationsverfahren zählen zu unserem Standardrepertoire:

  • Säure-Basen-Titrationen z.B. für Mischsäuren
  • Redox-Titrationen z.B. Iodometrie, Potentiometrie, Manganometrie
  • KomplexometrischeTitration z.B. zur Härtebestimmung von Wasser
  • Fällungs-Titrationen z.B. Bestimmung von Chlor nach Mohr
  • Zweiphasen-Titrationen z.B. zur Bestimmung von Tensiden nach Epton

Häufig nachgefragte titrimetrische Bestimmungen:

Hydroxylzahl Die Hydroxylzahl gibt die Menge an Kaliumhydroxid (KOH) in mg an, die der bei einer Acetylierung von 1 g Substanz gebundenen Menge Essigsäure äquivalent ist.
Mittels der Hydroxylzahl (OHZ) werden die Hydroxylgruppen einer Substanz erfasst die acetylierbar sind. Das betrifft z.B. folgende Verbindungen: Fettalkohole, Hydroxy-Fettsäuren, Glycerin und Mono- und Diglyceride.
Iodzahl Die Iodzahl (IZ) ist die Menge an Iod in Gramm, die von 100g der untersuchten Probe verbraucht wird.

Die Iodzahl dient vor allem der Charakterisierung von Fetten und ist ein Maß für den Anteil an ungesättigten Verbindungen (Doppelbindungen). Je höher der Anteil an ungesättigten Fettsäuren, desto höher ist die Iodzahl.

Öle wie Sonnenblumenöl oder Sojaöl besitzen einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Diese können mit dem Sauerstoff der Luft reagieren (das Öl wird ranzig). Die  Iodzahl verringert sich im Vergleich zu dem frischen Öl.

Peroxidzahl Die Peroxidzahl (POZ) ist eine Maß für den Anteil an Peroxiden in 1000 Gramm Substanz, bezogen auf  Milliäquivalente aktiven Sauerstoffs.
Mit der Peroxidzahl kann z.B. geprüft werden ob ein Fett verdorben ist.
Säurezahl Die Säurezahl (SZ) ist die Menge an Kaliumhydroxid in Milligramm (mg), die benötigt wird, um freie Fettsäuren in 1 g Substanz zu neutralisieren.
Frische Fette haben eine sehr kleine Säurezahl. Aufgrund von Luftoxidation oder Hydrolyse durch Wasseraufnahme können sich bei Lagerung freie Fettsäuren bilden. Dies führt gegenüber einem frischem Fett zu einer Erhöhung der Säurezahl.
Verseifungszahl Die Verseifungszahl (VZ) ist die Menge an Kaliumhydroxid in Milligramm (mg), die benötigt wird Ester in 1 g Substanz zu spalten.
Da damit auch freie Fettsäuren erfasst werden, ist es oft sinnvoll, parallel eine Bestimmung der Säurezahl durchzuführen.
Die Verseifungszahl ist ein Maß für die mittlere Kettenlänge von Fettsäuren innerhalb eines Fettes. Je höher die VZ desto höher ist der Anteil an kurzkettigen Fettsäuren in einem Fett.
Esterzahl Die Esterzahl (EZ) ist eine rechnerische Größe, die aus der Differenz der Verseifungszahl und der Säurezahl ermittelt wird.

Die Bestimmungen führen wir entsprechend Ihren Anforderungen nach den einschlägigen Regelwerken durch, wie z.B. Ph.Eur, USP, JP, DIN, DGF oder auch ISO Methoden.